Vortrag 4

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REFA/VDG-   
FACHAUSSCHUSS-
GIESSEREI 
  
 
des Verbandes für   
Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmens-
entwicklung
e.V.   
und des   
Vereins Deutscher Giessereifachleute e.V.

Arbeitsplatzgestaltungen in den Gießereien der DaimlerChrysler AG

Matthias HILLECKE, DaimlerChrysler AG, Werk Untertürkheim, Hauspostcode M446, D-70546 Stuttgart

Kurzfassung

Die historische Entwicklung der Arbeitsplatzgestaltung in den DaimlerChrysler-Gießereien wird durch Bildmaterial aus dem Konzernarchiv vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf Arbeitsplätzen aus den Fertigungsbereichen Gießerei und Kernmacherei. 

1. Einleitung

Die DaimlerChrysler-Gießereien im Werk Untertürkheim haben eine lange Tradition. Bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden hier Gußteile für die Daimler-Motoren-Gesellschaft produziert. Auch als Mitte der 20er Jahre die Fusion mit Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG erfolgte, wurden weiterhin im Stammwerk Untertürkheim die Gußteile für Mercedes-Benz-PKW und Motoren hergestellt. Noch heute werden in der Leichtmetall- und Graugießerei der DaimlerChrysler AG hochwertige Rohteile für Motoren, Getriebe und Achsen sowie Karosserieteile produziert.

 2. Entwicklung der Arbeitsplatzgestaltung

 Die stetige Weiterentwicklung der Gießereien wird am Beispiel der Arbeitsbedingungen für die Gießerei-Mitarbeiter deutlich: Die Optimierung der Produktionsverfahren, die zunehmende Berücksichtigung ergonomischer Erkenntnisse bei der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen, aber auch sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen führten in den letzten 100 Jahren zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Gießerei-Mitarbeiter. 

Waren in den Anfangsjahren die Arbeitsabläufe geprägt durch einen hohen Anteil von manuellen und hochbelastenden Tätigkeiten, so führten in den 50er und 60er Jahren erhöhte Anforderungen an die Maßgenauigkeit der Produkte sowie an die Produktivität der Gießereianlagen zu einer zunehmenden Mechanisierung, und damit zu einer Belastungsreduzierung der Mitarbeiter. Anschliessend bedingten sowohl Rationalisierungsbestrebungen als auch Gestaltungsaspekte zur Humanisierung eine Erhöhung des Automatisierungsgrads der Gießtechnik. Insbesondere der verstärkte Einsatz von Handhabungsgeräten – wie zum Beispiel die Robotereinplanung in den 70er und 80er Jahren – lieferte einen Beitrag zur Verminderung der Arbeitsbelastung und –beanspruchung der Mitarbeiter in der Gießerei. 

Heute werden bereits in der Planungsphase Softwaretools aus dem Bereich der Digitalen Fabrik eingesetzt, die es erlauben, Ergonomieanalysen im 3D-Modell durchzuführen. Durch die Simulation der Arbeitsbedingungen mit Hilfe von Mensch-Modellen wird es möglich, die Arbeitsplätze in den DaimlerChrysler-Gießereien optimal zu gestalten.

 3. Vortragsinhalte

 Im Rahmen des ERFA-Vortrags wird die Entwicklung der ergonomischen Gestaltung der Gießerei-Arbeitsplätze durch Bildmaterial aus dem DaimlerChrysler-Konzernarchiv vorgestellt. Dieses beinhaltet insbesondere Aufnahmen aus den Fertigungsbereichen Gießerei und Kernmacherei – hier werden Sandkerne z. B. zur Darstellung der Innengeometrien eines Gußteils hergestellt. Das Bildmaterial wurde bereits in 2004 im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Werks Untertürkheim in einer Ausstellung zur Sozialgeschichte veröffentlicht.

Das über Jahre vernachlässigte Thema Zeitwirtschaft gewinnt durch den hohen Wettbewerbsdruck in den Gießereien zunehmend an Bedeutung. 

In den unterschiedlichsten Bereichen der Unternehmen sind „Gesicherte Zeitdaten“ wichtige Voraussetzung für unternehmerische Entscheidungen.

 

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Stand: 18. Februar 2008